Bei der Pleite im letzten Ligaspiel gegen den TuS Nuttlar hatte der katastrophale erste Pass durchaus mögliche Punkte im Abstiegskampf der Bezirksliga verhindert. Da musste also dringend nachgearbeitet werden und so kam das Spiel gegen den Titelaspiranten SuS Störmede gerade recht, um ohne Druck zu sehen, wie weit das Training in dem Bereich erste Verbesserungen bewirken konnte. Allerdings fehlte in der "Mitte" neben der langzeitverletzten Meli auch Jenny und auf der Außenposition waren mit Lea und Anni zwei Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen. Gut also, dass das 13-jährige Nachwuchstalent Lara aus der Kreisliga-Mannschaft auf der Mittelposition in die Startformation rücken konnte und Janine an diesem Tage kein Handballspiel hatte.
Doch auch der Gegner hatte mit personellen Problemen zu kämpfen und trat gerade einmal mit sechs Spielerinnen an. Damit stellte sich die Frage, wer mit seinen Handicaps wohl am besten zurecht kam. Und hier zeigte sich der VSC von Anfang an deutlich fehlerfreier. Sowohl im ersten als auch im zweiten Satz war das 0:1 der einzige Rückstand und im dritten Satz verzichtete man sogar ganz auf einen Rückstand.
So wich die anfängliche Hektik immer mehr und der Aufbau wurde zunehmend ruhiger. Daran konnten auch die gelegentlich vernachlässigten Positionen nichts mehr ändern, denn der Gegner fand nie zu einem geordneten Spiel und kämpfte von Anfang bis Ende seinerseits mit vielen individuellen Fehlern und Abstimmungsproblemen (25:14,25:18,25:9).
"Dieses Spiel war für uns in mehrerer Hinsicht optimal!" freute sich der Trainer. "Erstens konnten wir die verlorenen Punkte vom letzten Spieltag wieder ausgleichen und zweitens scheint sich der erste Pass etwas zu stabilisieren. Die Sicherheit, die wir hier gewinnen konnten, müssen wir nun in die nächsten Spiele mitnehmen und uns nochmals weiter verbessern. Denn es sollte klar sein, dass in den nächsten Spielen hoch motivierte Teams warten, die noch um den Auf- oder Abstieg kämpfen. Da wäre ein zufriedenes Zurücklehnen mit SIcherheit fatal - noch sind wir nicht gerettet!"