
Ein richtig schlechtes Spiel lieferte die Erste des VSC an diesem Samstag gegen FdG Herne III nicht ab - aber ein gutes war es beileibe auch nicht. Beide Mannschaften produzierten reihenweise eigene Fehler und hatten Schwierigkeiten, wirklich klare Angriffe durchzubringen. Die Herner versuchten es hauptsächlich über die Außenposition und profitierten dabei von einem desolaten VSC-Block, der nur selten so geschlossen wie in der Bildszene zu beobachten war. Über Hinterfeld und die Mitte stand die Abwehr hingegen deutlich besser.
Der VSC seinerseits variierte den Angriff wesentlich mehr, hatte es aber aufgrund der ungewohnt schwankenden Passqualität sehr schwer, den Ball mit Druck ins Feld der aufopfernd kämpfenden Herner zu platzieren. Und war dann doch einmal die Bahn frei und der Block ausgespielt, gingen die Bälle knapp ins Aus. Trotzdem konnte der erste Satz nach ausgeglichenem Verlauf noch knapp gewonnen werden (29:27).
Im zweiten Satz mussten die Herner diesen Satzverlust erst einmal verdauen und gerieten gleich zu Beginn deutlich in Rückstand den sie auch nicht mehr verkürzen konnten (25:16). Das bedeutete für den VSC die Möglichkeit, das Spiel mit einem klaren 3:0 zu beenden, doch gleich zu Beginn brachte eine Serie von fünf Eigenfehlern den Gegner wieder ins Spiel! Auf einmal gab es wieder Hoffnung, die Abwehr kam wieder besser ins Spiel und die Außenangriffe fanden wieder die Lücken. Bis zum 10:15 sah es daher nicht danach aus, als könnte der VSC den Satz noch für sich entscheiden, aber nach mehreren gelungenen guten Angriffen gelang zum 18:18 erstmalig der Ausgleich und der VSC baute das direkt zur 20:18-Führung aus. Die zwei einzigen Aufschlagfehler im Satz sowie drei weitere leichte Fehler führten dann jedoch trotz Matchball (24:23) zum Satzverlust mit 24:26!
Was dann folgt, ist schnell erzählt: Herne war nun wieder komplett im Spiel und die VSC-Damen machten einen relativ schlappen Eindruck und verzweifelten immer wieder an der Herner Abwehr, die keinen Ball verloren gab (21:25). Der Tie-Break musste also entscheiden und hier machte sich der Kräfteverschleiß auch bei den Herner Damen bemerkbar. Mehrere leichte Fehler schlichen sich in die nach wie vor engagierte Abwehr, so dass über 5:2 bei 8:6 für den VSC die Seiten gewechselt wurden und der Abstand immer bei mindestens zwei Punkten blieb (15:12).
