Neun Siege in neun Spielen. Eine beeindruckende Bilanz der VSC-Damen bis vor dem 10. Saisonspiel! Doch der hartnäckige Verfolger TV Gerthe II hatte bereits im Hinspiel sehr gut mitgehalten und würde sicher seine Chance im Rückspiel in heimischer Halle nutzen wollen!
Insofern war die Situation im Vorfeld beiden Seiten klar: Würde der TV Gerthe drei Punkte erringen können, wäre der Punktevorsprung des VSC egalisiert und der VSC wäre nur noch aufgrund der höheren Siegeanzahl vorn. Das würde den Druck für die verbleibenden Spiele deutlich erhöhen!
Auf der anderen Seite winkte dem VSC der vorzeitige Aufstieg, wenn es drei Siegpunkte für ein 3:0 oder 3:1 gäbe. Denn den Rückstand von dann gesicherten sechs Punkten (der VSC hat ein Spiel mehr absolviert) hätte Gerthe dann bis Saisonende zwar noch theoretisch aufholen können, aber am Ende hätte der VSC weniger verlorene Spiele aufzuweisen und somit auf jeden Fall die Nase vorn.
Dem entsprechend waren beide Teams höchst angespannt und produzierten im gesamten Verlauf des Spiels ungewohnt viele 'einfache' Fehler. Vielleicht lag es auch daran, dass beide Trainer sich Gedanken gemacht hatten, wie es für den Gegner schwierig werden könne zu punkten? Jedenfalls hatte sich Gerthe offenbar auf die zuletzt effektiven Diagonalangriffe eingestellt und versuchte zudem, die eigentlich stabile Annahme durch die gezielte Anordnung von Spielern zwischen Aufschläger und VSC-Annahme zu irritieren. Ob diese Maßnahme tatsächlich fruchtete, ist schwer zu sagen, denn das VSC-Team offenbarte auch im Spiel ungewohnte Probleme mit dem ersten Pass; selbst 'Danke'-Bälle kamen nur spärlich in verwertbarer Qualität zu den Zuspielern! Das brachte vor allem zu Anfang eine (zu) große Hektik in das VSC-Spiel und der erste Satz ging verdient an Gerthe (18:25).
Auch im zweiten Satz änderte sich daran erst einmal wenig, aber mit der Hereinnahme von Anka wurden die Aktionen insgesamt ruhiger und in gleichem Maße die VSC-Angriffe effektiver. Mit Nadine am Aufschlag gab es dann den entscheidenden, leichten Vorsprung, der bis zum Satzende gehalten wurde (25:22).
Der dritte Satz bestätigte diesen Trend und ging klar zugunsten des VSC aus. Vor allem die Außenangreifer konnten hier immer wieder frei gespielt werden und punkten fleißig (25:17) - das Minimalziel "1 Punkt" war somit erreicht! Zwei Punkte Vorsprung bei zwei ausstehenden Spielen bedeuteten schon einmal ein machbares Szenario. Das tat der Qualität im nächsten Satz nicht besonders gut. Die Konzentration ließ auf beiden Seiten nach und der VSC 'verwaltete' zunächst seinen Vorsprung bis zum 11:5 - um ihn dann doch noch fast über 15:13 und 23:22 zu verspielen. Am Ende entschied sich der Ball aber glücklicherweise bei 24:23 nach kurzer Überlegung doch zum Verbleib auf Gerther Seite - der Aufstieg war perfekt!
Es spielten:
Alex, Celi, Julia, Anka, Claudia, Hanna, Cathi, Nadine, Nahla, Mika. Als Co-Trainer und Fan wirkte zudem Katrin mit.