Im Hinblick auf das anstehende U18-Bezirkspokal-Turnier war die Pause im Anschluss an eine anstrengende Saison schon auf vier Wochen verkürzt worden. Doch aus den geplanten drei Wochen Vorbereitung wurde dann doch nicht viel. Eine gesperrte Halle sowie andere Verpflichtungen des Trainers und natürlich auch der Ausflug zum Nationalmannschaftsspiel in Münster reduzierten die Trainingseinheiten so radikal, so dass gerade einmal drei Trainings übrig blieben.
Doch wie sich herausstellte, hatten auch andere Teams ähnliche Hindernisse zu überwinden und es galt nun herauszufinden, wer damit wohl am besten zurechtkommen würde. Schade, dass von den ursprünglich neun gemeldeten Staffelersten und -zweiten dann doch ein Team kurzfristig absagte und ein weiteres gar nicht erschien. Es musste also blitzschnell ein neuer Spielplan erstellt werden. Routiniert und mit vielen fleißigen Helfern managte der gute Ausrichter VV Schwerte aber auch diese Hürde und loste schnell neue Gruppen aus. Nicht gerade zur Freude des VSC ergab diese dann direkt ein WIedersehen mit dem VV Schwerte, der dem VSC immerhin in der Rückrunde die einzige Niederlage hatte beibringen können. Ob da im ersten Spiel gleich die notwendige Sicherheit in Aufschlag, Annahme und Zuspiel abrufbar sein würde? Doch alle Befürchtungen waren umsonst. Der VSC fand sehr bald ins Spiel und wenn auch noch nicht alles Gold war, es reichte dennoch für einen klaren Sieg. Auch die beiden anschließenden Gruppenspiele gegen den SF Niederwenigern und den OSC Hamm entschieden die VSC-Mädchen ebenso in wechselnder Aufstellung deutlich für sich.
Damit war der Gruppensieg überzeugend erreicht und im Halbfinale ging es gleich gegen TuRa Freienohl genau so weiter. Ungefährdet erreichte der VSC so das Endspiel und traf dort auf RE Schwelm, die sich ebenso souverän dorthin gespielt hatten. Ein höchst interessantes Endspiel bahnte sich also an - und es wurde auch das beste Spiel des Turniers. Beide Teams verfügten über gute Aufschläge und erschwerten damit sofort den Aufbau des gegnerischen Angriffs. Insgesamt erarbeiteten sich die VSC-Mädchen dabei aber ihre Vorteile und spielten die Bälle erstaunlich konstant gegen die größeren Schwelmer auch zu Ende. Bei 20:15 für den VSC deutete alles schon auf den ersten Satzgewinn hin, doch nun versuchte der gegnerische Trainer mit Auszeiten und Hin- und Herwechseln den Spielfluss des VSC zu stören. Tatsächlich folgten auch ein paar hektischere Aktionen, aber mit der Einwechslung von Sarah kehrte wieder Ruhe ins Aufbauspiel zurück und der Satz ging mit 25:23 doch noch an den VSC. Der zweite Satz konnte also schon den Turniersieg bringen - und den wollten die VSC-Mädels unbedingt! Der Verlauf erinnerte wieder an den ersten Satz und bestätigte die leichten Vorteile auf VSC-Seite. Auch dieses Mal zog sich die Endphase des Satzes aufgrund der Auszeiten und Auswechslungen wieder etwas länger hin, Auswirkungen auf das Spielergebnis hatte das jedoch nicht mehr. Mit 25:16 holten sich die VSC-Mädels den Pokal der besten U18-Mannschaft aller Bezirksliga-Staffeln im Bezirk Süd.
Ein schöner Auftakt in die Vorbereitung zur neuen Saison, in der die Mannschaft dann - aufgrund ihres Alters sogar noch ein Jahr komplett unverändert - eine Liga höher um die Teilnahme an den Westdeutschen Meisterschaften kämpfen wird.