
Das Freitagstraining hatte Laura krankheitsbedingt noch abgesagt, zum Spiel gegen den TV Hörde III wollte sie aber auf jeden Fall wieder fit sein. Das war entscheidend, denn Emily fehlte schon und Lara sollte bis zur kompletten Beseitigung ihrer Schulterprobleme gar nicht eingesetzt werden. Damit war klar, dass mindestens drei Sätze auf Laura warteten!
Schon beim Einschlagen konnte man unschwer erkennen, dass die körperlichen Vorteile eindeutig beim TV Hörde III liegen würden. Es würde also entscheidend sein, die großgewachsenen Spielerinnen möglichst von der Netzkante fern zu halten oder zumindest an der Ausführung der Schmetterbälle zu hindern. Dafür rückte Leonie als gute Blockspielerin für die geschonte Lara von Außen auf die zweite Mittelposition.
Sehr schnell zeigte sich, dass dieses Konzept am besten mit guten Aufschlägen und konsequenten eignen Angriffen realisiert werden kann. Doch diese hakten im ersten Satz noch deutlich und als bei 23:16 dem Gegner eine Aufschlagserie gelang, wurde es überraschend noch einmal eng (25:23).
Der zweite Satz begann dann mit einer Reihe von absolut unnötigen Fehlern. Die Positionen wurden nicht mehr konsequent eingenommen und statt dessen gegenseitig 'Bälle geklaut'. Hörde konnte ungehindert aufbauen und verbuchte Punkt um Punkt. Bei 4:11 nahm der Trainer schon die zweite Auszeit, doch erst ab dem 6:13 änderte sich mit den wuchtigen Aufschlägen von Vicy die Spielweise der VSC-Mädchen wieder. Als dann Helli noch eine Serie von 10 guten Aufschlägen nachlegte, war der Satz umgedreht und zugunsten des VSC entschieden (25:18).
Mit diesem Schwung und Vicy's erneuter Serie von 8 Aufschlägen schien alles auf ein klares 3:0 hinauszulaufen. Doch diesmal sorgten die Hörderinnen für mehrere Aufschlagserien und nicht nur die Annahme des VSC wackelte bedenklich. Über Jana's Aufschläge kehrte nur am Ende die benötigte Zielstrebigkeit zurück - leider zu spät (20:25)!
Im vierten Satz entwickelte sich dann ein Satz auf Augenhöhe, in dem der TV Hörde zwar nur beim Stand von 1:2 und 22:23 die Nase vorn hatte, aber auch nie wirklich in Rückstand geriet. Als dann der Punkt zum 23:23 gelang und Vicy zum Aufschlag ging, war der Matchgewinn möglich und zwei knallharte Aufschläge später auch erreicht (25:23).
Nach der 2:3-Hinrunden-Niederlage in gleicher Besetzung bedeutete dieser 3:1-Sieg eine klare Steigerung. Vor allem das kompromisslose und zielgerichtete Spiel von Vicy und Helli machten an diesem Tag den Unterschied. Aber auch Leonie zeigte auf der ungewohnten Mitte ein gutes Spiel und steuerte einige Punkte durch Angriff und Block bei. In der Feldverteidigung vor allem gegen die Diagonalangriffe überzeugten sowohl Jana als auch Sarah immer wieder und sorgten für manchen Punkt aus der Abwehr heraus. So trübten nur die längeren Phasen mit Aussetzern und fehlender Spielstruktur das Gesamtbild etwas. Und ein Punkt sollte nicht unerwähnt bleiben: Laura hat alle Sätze durchgehalten mit Sicherheit alles gegeben, was an diesem Tag ging - eine großartige Leistung, die den Sieg des Teams erst möglich machte!